Lebensraum Irchelweiher
Unsere Dienstleistungen
Begrünung seit 2025 | Pflanzung von Wildhecken und Hochstammbäumen | Ansaaten mit autochthonem Saatgut | Direktbegrünung durch Schnittgutübertragung | Entwicklung von Halbtrockenrasen und Feuchtstandorten | Anlage von Kleinstrukturen | fortlaufende Entwicklungspflege
Mit dem neuen Irchelweiher auf dem Campus Irchel ist eine grosszügige und vielfältig gegliederte Weiherlandschaft entstanden. Offene Wasserflächen, Flachwasserzonen, wechselfeuchte Uferbereiche, nährstoffarme Rohbodenstandorte und trockene Böschungen greifen ineinander und schaffen auf engem Raum sehr unterschiedliche Lebensbedingungen.
Im Rahmen des Gesamtprojekts wurden bestehende Naturwerte sorgfältig berücksichtigt. Geschützte Tiere und Pflanzen aus den betroffenen Bereichen wurden durch die zuständigen Fachpersonen gesichert und in geeignete, neu geschaffene Lebensräume überführt. Dazu gehörte auch die Wasserfeder (Hottonia palustris), die wir fachgerecht umgesiedelt haben. Der neue Weiher ist damit weit mehr als ein gestalterisches Element: Er bildet einen wichtigen Ersatz- und Entwicklungslebensraum für die standorttypische Flora und Fauna am Irchel.
Seit 2025 sind wir mit der Begrünung der gesamten Anlage und ihrer fortlaufenden Entwicklungspflege beauftragt. Zu unseren Arbeiten gehören die Pflanzung von Wildhecken und Hochstammbäumen, die Anlage ökologisch wertvoller Kleinstrukturen sowie differenzierte Ansaaten für die verschiedenen Standortbedingungen. Asthaufen, Totholz, Steine und weitere Strukturelemente schaffen zusätzliche Verstecke, Nistmöglichkeiten und Überwinterungsplätze.
Für die Ansaaten verwenden wir autochthones Saatgut aus regionaler Herkunft. Dieses ist an die lokalen Standortbedingungen angepasst und unterstützt die Entwicklung standorttypischer Pflanzengesellschaften. Ergänzend werden ausgewählte Flächen durch Direktbegrünung entwickelt: Frisches Schnittgut von artenreichen Spenderflächen wird auf die vorbereiteten Böden übertragen. Auf diese Weise gelangen Samen und weiteres pflanzliches Material unmittelbar auf die neuen Flächen.
Auf den trockenen und nährstoffarmen Bereichen entwickeln sich Halbtrockenrasen und artenreiche Magerwiesen. In den tiefer gelegenen Zonen entstehen Feuchtwiesen, Ufervegetation und Röhrichtbestände. Wildhecken und Hochstammbäume ergänzen dieses Mosaik und verbinden die neue Weiherlandschaft mit den angrenzenden Gehölz- und Grünräumen.
Die Begrünung einer solchen Anlage ist ein mehrjähriger Entwicklungsprozess. Mit der fortlaufenden Pflege begleiten wir die jungen Pflanzengesellschaften, regulieren unerwünschte Arten und stimmen die Eingriffe auf Standort, Vegetationsentwicklung und Jahreszeit ab. So kann sich rund um den neuen Irchelweiher Schritt für Schritt ein stabiler, vielfältiger und ökologisch wertvoller Naturraum entwickeln.

